Wer heute verändern will, muss in seiner Arbeitsweise schon in der Zukunft sein.

Warum fällt es vielen Unternehmen so schwer, die richtigen Weichen zu stellen? Oft mangelt es in den oberen Etagen schlicht am Verständnis, was es bedeutet, einen Change-Prozess nachhaltig auf- und umzusetzen – oder an der Bereitschaft, nicht nur in Strategien und Kennzahlen zu denken. Verändern bedeutet auch für das Top-Management, hart erkämpfte Rollen und Positionen im „Machtgefüge“ in Frage zu stellen – die der Mitarbeiter ebenso wie die eigenen. Es braucht also zu allererst eine klare und reflektierte eigene Haltung bei den Entscheidern. Und dann sorgsame Planung, viel Erfahrung, Zeit und spezielles Know-how, um Menschen in schwerwiegenden Veränderungsprojekten mitzunehmen. Die Herausforderung wird noch deutlich größer, wenn man das Unternehmen dauerhaft veränderungsfähig machen möchte. Dazu kommt, dass viele klassische Change-Maßnahmen dem Tempo und der Vielschichtigkeit der aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Diese Maßnahmen waren über viele Jahre hilfreich. Doch heute sind sie oft schlichtweg zu langsam, zu unflexibel und nicht nah genug am direkten Bedarf der Organisation. Da es kein Patentrezept gibt, entstehen viele Lösungen erst im Veränderungsprozess. Auf diesem Weg kann man viel lernen, anpassen und so noch mehr erreichen. Wenn man Veränderungen in Schritte packt, die sich im Alltag sofort in Handlungen umsetzen lassen. Und Erfahrungen und Reaktionen aus einzelnen Maßnahmen kontinuierlich in die weiteren Planungen einfließen lässt. Auch das Management von Veränderungen wird also, da wo es nötig und sinnvoll ist, agiler. Ohne einen engen Austausch und Flexibilität aller Verantwortlichen werden Veränderungsprojekte daher nicht gelingen.